Brachyzephalie

Das Brachyzephale Syndrom, Folge einer schlecht gezüchteten Kurzköpfigkeit, ist eine der beiden großen Baustellen bei den Bulldoggen und anderen kurznasigen Rassen. Mittlerweile sind viele Züchter auf einem guten Weg, dieses Problem durch gründlichste Erforschung der Ahnen und Selektion betroffener Hunde zu verhindern.

Studie des Prof. Oechtering der Universität Leipzig
Interview mit Prof. Oechtering
Bericht über Laser-OP in Leipzig
Frau Dr. Dickhaut erklärt Brachy und Laser-OP
Video eines zu langen Gaumensegels
Korrekt ausgebildetes Gaumensegel

Unser Mr. Spock - Paradebeispiel dafür, wie man NICHT züchten sollte....

Spocky ist seit der Leipziger OP ein kerngesunder Bulldog
Noch mehr Infos über die Brachyzephalie von Dr. Koch
Abschließend ein Zitat von Gerhard Oechtering, der das Dilemma der betroffenen Hunde und deren Besitzer auf den Punkt bringt.
Ganz allgemein muss man bedenken, dass wir mit allen Behandlungsmethoden versuchen, die sehr komplexen und schweren Folgen einer falschen Zuchtauslese zu korrigieren. Wir können mit chirurgischen Maßnahmen nicht alle angezüchteten Mängel vollständig beseitigen. Unser Behandlungsziel kann nicht die geräuschlose und völlig unbeeinträchtigte Atmung sein. Wir wollen den Tieren, die unter den zuchtbedingten Verengungen der Atemwege leiden, ein hundegerechtes Leben mit einer deutlich verbesserten Lebensqualität ohne permanente Atembehinderung oder gar Atemnot ermöglichen.

Prof. Oechterings Appell an die Züchter:
Mitte 2010 hat Prof.Dr.med.vet. Gerhard Oechtering einen Bericht veröffentlicht, in dem er u.a. appelliert: "Durch selektive Zucht auf übertriebene Merkmale hat sich der Kopf brachyzephaler Tiere in einem so hohen Maße deformiert, dass heute bei einer zunehmend großen Anzahl betroffener Tiere Gesundheit und Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt sind. ... Es ist höchste Zeit für ein radikales Überdenken der brachyzephalen Zucht. Letztlich handelt es sich bei der Brachyzephalie um eine zu 100 Prozent Menschen gemachte Erkrankung." (Veterinary Focus Vol 20 No 2 2010)

In diesem Sinne haben wir uns unsere eigenen Gedanken gemacht und sind frohen Mutes, das Problem erkannt zu haben und durch züchterische Maßnahmen diesem entgegensteuern zu können und zu wollen:
Bitte lesen Sie...
Die Französische Bulldogge im Focus


Harrys etwas längerer Fang

Lange Nasen allein nützen manchmal auch nicht viel:
Beim Mops, der Französischen und Englischen Bulldogge hat die zuchtbedingte Verkürzung des Gesichtsschädels zu einer Reihe von strukturellen Fehlbildungen geführt, erhebliche Störungen lebenswichtiger Funktionen sind die Folge. Diese Missbildungen umfassen verengte Nasenlöcher und Nasengänge, eine Verlängerung und Verdickung des weichen Gaumens, erweiterte Kehlkopftaschen, Kehlkopfkollaps (starke Formveränderung der Kehlkopfknorpel), vergrößerte Mandeln und bei englischen Bulldoggen auch eine zu weiche Luftröhre. Die Schwere dieser Missbildungen ist variabel. Diese Fehlentwicklung wird jedoch von den Züchtern dieser Rassen als Rassemerkmal bewusst weiter erhalten, zahlreiche Züchter scheinen mittlerweile den vollständig nasenlosen Mops bzw. die nasenlose Bulldogge züchten zu wollen, dadurch leiden immer mehr Tiere an schweren Beeinträchtigungen der Atmung.






